SCHICHT IM SCHACHT: RHEINHAUSEN KLEINKARIERT So früh hat noch nie eine Schimanski-Folge für Ärger gesorgt. Die Rheinhausener Bezirks-CDU protestiert nachdrücklich gegen die Folge „Schicht im Schacht“, dessen Dreharbeiten eben erst begonnen haben. Rheinhausen, eine ehemalige Bergmanns-Siedlung „unweit von Schimanskis Heimatstadt Duisburg“, sei ein „vom Niedergang bedrohter Ort“, ist aus einer WDR-Presseerklärung herauszulesen. Barbara Feiereis, Sprecherin des Kölner Senders, entschuldigte sich inzwischen für die „unglückliche“ Formulierung.
„Eine solche negative Darstellung will ich hinnehmen“, ereiferte sich Bezirksvorsteherin Katharina Gottschling (CDU) im Gespräch mit der Rheinischen Post über die neue Schimanski-Folge. „Die spinnen, die Kölner“, assistiert der liberale Bezirksvertreter und Werbering-Chef Karsten Vüllings. „Fakt ist, dass es Jahre brauchte bis Rheinhausen dass Ende der achtziger Jahre bundesweit gezeichnete ,Tothausen-Image‘ wieder los werden konnte“, heißt es in der Werbering-Stellungnahme. „Zwanzig Jahre später fällt dem WDR nichts Besseres ein, als Götz George vor eben jenem Hintergrund, den der Stadtbezirk inzwischen bewältigt hat, auf Gangsterjagd zu schicken.“ Gegenüber horstschimanski.info betont Vüllings, dass sich sein Protest ausschließlich gegen die WDR-Pressemitteilung richte. „Das ist keine Kritik an Schimanski.“
Geplant ist es, den Film anlässlich des 70. Geburtstages von Götz George, der am 23. Juli 2008 stattfindet, auszustrahlen. Da die Folge wird wie gewohnt an einem Sonntag um 20:15 gezeigt wird, ist vermutlich der 27. Juli 2008 der Sendetag. Regisseur der Folge „Schicht im Schacht“ ist Thomas Jauch, der bereits mehrere Tatort-Folgen in Hannover, München und Bremen gedreht hat. Der Film soll vom 18. Februar bis zum 19. März in Köln und Umgebung sowie in Duisburg abgedreht.
Der Pensionär Horst Schimanski hat vor mehr als 16 Jahren den Dienst bei der Duisburger Kriminalpolizei quittiert. Dass der WDR nun mitteilt, in „Schicht im Schacht“ gehe es um einen Fall, den Kommissar Schimanski vor sechs Jahren ungeklärt zu den Akten gelegt hat, gehört zu den Ungereimtheiten der Pressearbeit des Kölner Senders. Laut Drehbuch, geschrieben von Jürgen Werner, halten es Schimanski und Hänschen (Chiem van Houweninge) zu Hause nicht mehr aus. Sie beschließen, nach Holland zu fahren, um dort zu angeln. Aber richtige Ruhe will sich nicht einstellen. Hauptkommissar Hunger (Julian Weigand) braucht Hilfe. Es sei ein Mord geschehen, der dem seinerzeit ungeklärten Fall ähnelt. Eine junge Frau wurde am Tag ihrer Hochzeit mit einem Slip im Mund tot aufgefunden. In den weiteren Rollen spielen neben Denise Virieux (Marie-Claire) auch Robert Gallinowski, Aljoscha Stadelmann, Max von Pufendorf, Walter Gontermann und Anne Ratte-Polle in „Schicht im Schacht“ mit. [ Homepage ] |