Ganz auf sich selbst gestellt, könnte Schimi/George beim
Versuch, die überlebte Figur des einsamen Wolfes zu reanimieren,
scheitern, befürchtet Barbara Sichtermann im Tagesspiegel. Doch
er passe auf. Dank Georges endlich einmal disziplinierten Spiels,
dank des wohlüberlegten Buches und einer gestrengen Regie, die gegen
die Melodramatik des Stoffes sozusagen anarbeitet, gelingt es diesem
Krimi, den Fallen zu entkommen, gelingt es George, sein Publikum zu halten.
Tagesspiegel: Schrammen
im Gesicht
Die FR stellt
fest: Das hätte man sich denken können: Wo Schimanski
draufsteht ist Schimanski drin.
Frankfurter
Rundschau: Dazu hat er kein Recht
In der SZ heißt es, dass Schimanski-Filme längst
auch Liebesfilme und Buddy-Filme seien. „Man durchschaut ihn nach 24
Jahren immer noch nicht, diesen Horst Schimanski. Man wird einfach nicht
mit ihm fertig.
Süddeutsche
Zeitung: Das Lied der Prärie
Die taz schreibt: Täterrätsel mit Horst Schimanski
sind wie alte Western: In jedem Örtchen findet sich eine kleine
verlassene Kirche oder ein verwunschener Saloon, wo sich der Held niederschlagen
lassen muss. Aber wenn er wieder aufwacht, steht dann da auch immer
ein Pferd herum, mit dem er die Verfolgung fortsetzen kann.
die
tageszeitung: Crazy Horst Es handelt sich bei diesem Film um den teils angestrengten, teils
unfreiwillig komischen, teils aber einfach nur humanen Versuch, die Absurdität
des Wortes ,Single‘ zu demonstrieren“, meint die FAZ. „,Auf
Wiedersehn!‘ sagt eine Figur, um Schimanski barsch die Tür
zu weisen – ,Versprochen‘, versetzt Schimanski.
Frankfurter
Allgemeine: Der Vaterbrudermann
Der
Mann ist nicht entwicklungsfähig. Keine Schande, in dem Alter. Der
Autor, der es trotzdem versucht, riskiert einen Verrat an der Legende,
kommentiert die Welt. „Sünde“ sei schnörkellos
inszeniert, mit reichlich Action versehen und insgesamt eher solides
Handwerk denn hohe Kunst. „Fragen von Recht, Ordnung und innerer
Logik erledigen sich mit Schimanskis Erscheinen zuverlässig von
selbst. Der Mann ist körperlich so präsent, daß man sein
Renteneintrittsalter spontan auf 80 Jahre erhöhen möchte.“
Die
Welt: Nicht
entwicklungsfähig
Es gebe eine höhere Kunst der Zeitlosigkeit, notiert die Berliner
Zeitung. „Man kann im Jahr 2005 einen Film machen, der so aussieht,
als sei er in den späten Achtzigern gedreht worden. Der Film heißt
dann ,Schimanski – Sünde‘.“
Berliner
Zeitung: Die guten alten Achtziger
Schauspieler Götz George
befürchtet ein Aus der Krimireihe „Schimanski“. Auch,
weil er mittlerweile eine ganze Generation „total verblödet“ findet.
Netzeitung: Götz
George bangt um „Schimanski“ |



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