Die Berliner Zeitung meint, dass Das Geheimnis des Golem
einer der besten Schimanski-Krimis sei. Lässt sich locker und unverkrampft
ein Krimi inszenieren, der von Juden und Geld handelt und von Schweizer Konten,
mit denen sie vor 60 Jahren ihr Vermögen zu retten versuchten? Es lässt
sich. Bei einem so schlüssigen Drehbuch und so hervorragenden Schauspielern
sehr gut sogar. Der Film ist eine zwar atmosphärisch dichte, aber statische Versuchsanordnung,
in der die Protagonisten sich bewegen, ohne als Figuren lebendig zu werden,
kritisiert die FR. Plausibilität überlässt man den Erbsenzählern der
anderen Krimi-Serials, weiß die taz. Wichtig ist, dass
Götz George die Schimmi-Jacke überwirft. Es ist wohl paradox, wenn man feststellt, daß dieser ,Schimanski
als Krimi so gut gelingt, daß man fast vergißt, daß es ein Krimi
ist, schreibt die FAZ. Man könnte sagen, die Szenen jüdischen
Lebens mit Schimanski mittendrin seien geschmäcklerisch aber was heißt
das gegen die Kraft der Bilder, die nicht zu leugnen ist? Das heißt dann
nichts mehr, sondern verweist auf die schwierige Geschichte der Wahrnehmung des
Religiösen im allgemeinen und des jüdischen Kultus im besonderen in
Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.
Immer melancholischer, immer besser, lobt der Tagesspiegel,
der in seiner Sonntagsausgabe über die Dreharbeiten berichtet.
Die Jüdische Allgemeine schreibt über die Umsetzung der jüdischen
Thematik im Schimanski-Krimi: Fehler und Klischees soll Beraterin Ruthi
Aronof-Günther verhindern. [ Homepage ] |