published: 29.06.01 23:06
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Harald Schrapers führt eine Schimanski-Homepage

Der Fan, der George nicht kennt

Schimi-Fan Harald Schrapers (RP). Im Juni vor 20 Jahren saß der damals 16-jährige Harald Schrapers gebannt vor dem Fernseher. Es lief die erste Folge mit dem neuen Tatort-Kommissar Horst Schimanski, alias Götz George. "Duisburg Ruhrort" spaltete 1981 die Fernsehnation, Harald Schrapers war jedoch von "Schimi" sofort fasziniert. Seit mittlerweile zehn Jahren sammelt er alle Informationen und Presseberichte, die er über Schimanski findet und stellt sie ins Internet. In seiner Wohnung deutet jedoch nichts auf seine Schimanski-Begeisterung hin. Lediglich ein paar Bücher über den Tatortkommissar stehen im Regal.

"Mich fasziniert die Figur Horst Schimanski. Ich bin kein Fan von Götz George, obwohl er ein brillanter Schauspieler ist", trennt Schrapers bewusst zwischen Schauspieler und Rolle.
Schimi und
das Image
Pletzigers Protest gegen den Pensionär

Er weiß sehr wohl, dass die Meinungen über Schimanski und seine Verkörperung von "Ruhrpott-Mentalität" auf ein geteiltes Echo stoßen. Für einige ist er eine Identifikationsfigur, andere sehen in ihm den kleinbürgerlichen Proleten, dessen Markenzeichen die Gossensprache ist.

Positiv vertreten

"Ich finde, dass Schimanski das Ruhrgebiet und vor allem Duisburg positiv nach außen vertritt", sagt Schrapers. Auch heute diene die Industriekulisse als Hintergrund für kulturelle Veranstaltungen und Filme, was Schimanski erst möglich gemacht habe.

Die Fan-Page von Harald Schrapers

Schrapers, der beruflich im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig ist, bietet auch Stadtführungen für die Duisburg Agentur an. Dabei zeigt er den Leuten die Krimikulissen in Ruhrort und im Duisburger Norden. Als Kontrastprogramm dient hingegen der umgestaltete Innenhafen, wo der gebürtige Duisburger Schrapers inzwischen wohnt. "Duisburg ist eine Stadt der Industrie, was auch sichtbar bleiben muss", lautet Schrapers Devise. "Ein paar Seen, wenn auch vielleicht nicht sechs, haben auch andere Städte."

Die Internethomepage von Harald Schrapers stößt auf großes Interesse. Viele Anfragen beziehen sich jedoch auf Autogramme oder Kontakte zu "Schimi". Dafür ist Schrapers allerdings die falsche Adresse.

"Schimanski ist eine Kunstfigur und zu Götz George stehe ich in keinerlei Kontakt. Ich kenne ihn gar nicht." Außer Schrapers gibt es noch zwei, drei andere Experten, die sich intensiv mit Schimanski beschäftigen, so dass ein kleiner Informationsaustausch stattfinden kann.

Von OLIVER BLOCH





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